SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: INTERVIEW MIT MARIUSZ-CYPRIAN BODEK (27 UND SCHLUSS)

„Ein klassischer Geschäftsmodellauftrag“

Der Leiter des KPMG Digital Hub über digitale Transformationen, deren Hürden und den Sinn von Plattformen

Gerade im Zinstief bringen die Digitalisierung und der Trend zum Plattform-Banking einen „klassischen Geschäftsmodellauftrag“ für Banken mit sich, wie Mariusz C. Bodek, Leiter des KPMG Digital Hub, meint. Die in manchen Studien von Beratern entworfenen Dystopien teilt er jedoch nicht.

Börsen-Zeitung, 30.10.2019

Herr Bodek, wir haben mehrere Jahre Digitalisierungsbemühungen der Banken gesehen. Wo steht die Branche derzeit?

Die Branche ist über die Phase der Pilotierung hinaus, und man spürt, dass das grundsätzliche Verständnis der Tragweite der ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - ZUR PERSON

Digitalisierer

bn – Mariusz C. Bodek gilt bei KPMG als leidenschaftlicher Verfechter ganzheitlicher digitaler Transformationen. Im vergangenen Jahr hat der gebürtige Ostwestfale, Jahrgang 1982, bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft die Leitung des KPMG Digital Hub, eines „Ökosystems für digitale Transformation“, übernommen und treibt die Digitalisierung des Geschäftsbereichs Financial Services voran. Zudem arbeitet er als Speaker, Autor sowie Herausgeber.

Seine Laufbahn hatte Bodek in einer mittelständischen Strategieberatung begonnen, ehe er 2012 Geschäftsführer der ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: GASTBEITRAG (26)

GASTBEITRAG

Fintechs, Finanzdienstleister und der digitale Kulturschock

Börsen-Zeitung, 26.10.2019

Das Spielfeld und die Regeln für Finanzdienstleister haben sich in letzter Zeit drastisch verändert – nicht nur durch regulatorische Änderungen wie PSD2 oder Mifid. Banken und Neobanken wie N26 oder Revolut konkurrieren, während Banken und Versicherungen mittlerweile stärker mit Fintechs kooperieren. Laut einer Studie von PwC gibt es mittlerweile über 850 solcher Kooperationen, die in Größe und Aufsatz sehr variieren. Zwei Drittel wählen eine operative Beteiligung, so dass die entsprechende Lösung schnell in das Produkt- oder Service-Portfolio ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: DIE VERLIERER DER UMWÄLZUNG (25)

Hochkonjunktur im Kummerkasten

Digitale Analphabeten rufen das BaFin-Verbrauchertelefon an – „Suggerierter Zwang zum Online-Banking“

Was machen angesichts der Umwälzungen im Bankenmarkt digitale Analphabeten, die das Online-Geschäft überfordert? Viele von ihnen wenden sich Hilfe suchend an das Verbrauchertelefon der BaFin. Dort registrieren die Berater neuerdings Kritik an einem „suggerierten ,Zwang` zum Online-Banking“.

Von Bernd Neubacher, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 18.10.2019

Im Zuge der Digitalisierung ist viel davon die Rede, wem das Finanzdienstleistungsgeschäft in der schönen neuen Welt des Banking fortan leichter fallen wird: Eigentlich allen, denen der Umgang mit Smartphone oder Personal ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING -- SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: GASTBEITRAG (23)

GASTBEITRAG

„Bitte nicht jetzt'` ist keine Option

Börsen-Zeitung, 15.10.2019

„Traut euch!“, möchte man rufen und fragt sich, ob den deutschen Unternehmen genauso wie der deutschen Politik die Vision für die großen Schritte fehlt. Strategische Entscheidungen sind immer Entscheidungen unter Unsicherheit. Es gibt keine Garantie, richtig zu liegen. Aber wer gar nicht handelt, liegt sicher falsch. Und genau in diese Falle scheinen viele zu tappen. Im Juli dieses Jahres waren Amazon und Microsoft wertvoller als alle 763 börsennotierten deutschen Unternehmen zusammen. Ertrag und Gewinn der großen US-amerikanischen Tech-Player sind ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: SPANISCHE BANKEN (23)

Lob und Leid des Online-Banking

BBVA und Santander kommen im Ausland schneller voran als auf dem spanischen Heimatmarkt

Die spanischen Banken gelten als Vorreiter bei der Digitalisierung. In der Tat investieren die Kreditinstitute hohe Summen in Technologie und haben Erfolge vorzuweisen. Doch liegt der spanische Markt im Online-Banking in vielen Aspekten im europäischen Mittelfeld, nicht zuletzt wegen des hohen Bargeldverkehrs.

Von Thilo Schäfer, Madrid

Börsen-Zeitung, 10.10.2019

Spaniens Großbanken sahnen bei der Verleihung von internationalen Preisen für die Branche seit einiger Zeit regelmäßig ordentlich ab. BBVA wurde kürzlich zum dritten Mal in Folge von Forrester Research für ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: NEOBANKEN (22)

Digitalbanken erkämpfen sich Marktanteile

Lizenzierte Start-ups führen vor, wie groß das Kundenbedürfnis für volldigitales und günstiges Direktbanking ist – Erhöhter Wettbewerbsdruck im Retailsektor

Die Neobanken werden verdammt schnell erwachsen und verschärfen mit ihrem rasanten Kundenwachstum den Leidensdruck der traditionellen Retailbanken. Für die heißt es „adapt or die“: Wer kein konkurrenzfähiges Smartphone-Konto hat, verliert eine ganze Kundengruppe im Direktbanking.

Von Björn Godenrath, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 9.10.2019

Die ersten Neobanken entstanden kurz nach Ausbruch der Finanzkrise und waren nicht gerade Erfolgsgeschichten. Simple wurde 2009 in den USA gegründet, um mobile Bankdienstleistungen zu liefern, und wurde 2014 von der spanischen BBVA ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: GASTBEITRAG (21)

GASTBEITRAG

Von der Ideengenerierung zum strategischen Beitrag

Börsen-Zeitung, 25.9.2019

Innovationsmanagement ist für Banken heute Teil des Tagesgeschäfts. In der DZ Bank setzen wir uns seit einigen Jahren sehr intensiv mit der technologischen Transformation der Branche auseinander. Der Veränderungsdruck kommt aus allen Richtungen: Niedrige Zinsen belasten die Ertragslage, steigende regulatorische Anforderungen erhöhen die Kosten, Kunden verlangen digitale Lösungen, und Fintechs sind immer stärker in unsere Wertschöpfungskette eingebunden. Das zunehmende Interesse der Big Techs – Amazon, Google & Co. – an der Finanzbranche erhöht den ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: FINANZPLATTFORMEN (20)

Verbünde auf dem Weg zur Plattformökonomie

Sparkassen und genossenschaftliche Finanzgruppe investieren in die Entwicklung eigener Ökosysteme

Von Tobias Fischer, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 12.9.2019

Sparkassen und Genossenschaftsbanken arbeiten an eigenen Online-Finanzplattformen, die sie sukzessive in den nächsten Jahren ausbauen und gegebenenfalls auch um Angebote fern des reinen Banking erweitern wollen. Ausgehend vom Girokonto als Anker der Kundenbeziehung, können so digitale Ökosysteme geschaffen werden.

Integriert und verbunden

1 Mrd. Euro haben die Öffentlich-Rechtlichen für Investitionen in Digitalisierung innerhalb von drei Jahren reserviert, teilten sie im November 2018 mit. Die ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: GASTBEITRAG (19)

GASTBEITRAG

Finanzdienstleister müssen in ihrer IT-Infrastruktur auf Cloud-Dienste setzen

Börsen-Zeitung, 7.9.2019

Finanzinstitute haben in der Vergangenheit eine IT mit hoher Zuverlässigkeit, niedrigen Betriebskosten und technischer Skalierbarkeit geschaffen. Die über Jahre gemeinsam mit dem technischen Fortschritt gewachsenen IT-Architekturen sind heute aber oftmals zu komplex und unflexibel zur Erfüllung aktueller Anforderungen. Im Wettbewerb ist vor allem eine deutlich höhere Reaktionsgeschwindigkeit für den Aufbau differenzierender Kundenlösungen erforderlich.

Wirksamer Ausweg

Ein wirksamer Ausweg aus dieser Situation erfordert eine ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: DIE TOKENISIERUNG VON ASSETS (18) - DIGITALWÄHRUNGEN

Wie es mit Libra weitergeht

bg – „Der zentrale Faktor, der eine Währung stabil hält, ist die Vertrauenswürdigkeit ihres Herausgebers.“ Das sagte dieser Tage James Bullard, Präsident und Leiter der US Federal Reserve Bank of St. Louis, als er über die von Facebook geplante Digitalwährung Libra sinnierte – und zog als Beweis dafür den Verfall der Landeswährung von Venezuela gegenüber dem Dollar heran. Geld ist Vertrauenssache – und wer wüsste das besser als die Notenbanker, die über staatlich gedeckte Währungen wachen und seit der Finanzkrise und dem Aufkommen des Populismus beobachten müssen, dass das ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: DIE TOKENISIERUNG VON ASSETS (18)

Depotbanken benötigen separate Kryptolizenzen

Verwahrung digitaler Assets erfolgt nur über neue Tochtergesellschaft – Welle von virtualisierten Wertpapieren

Von Björn Godenrath, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 6.9.2019

Auch wenn mancherorts im Finanzsektor Ernüchterung eingezogen ist bei der Erprobung und Implementierung von Blockchain-Projekten, so steht die grundlegende Architektur des Distributed Ledger (DLT) doch vor ihrem Durchbruch. Und der findet sogar schon dieses Jahr statt, sind doch bereits einige Start-ups mit Geschäftsmodellen zur Tokenisierung von Assets operativ tätig geworden – und haben dafür grünes Licht von der Aufsicht erhalten.

Doch zunächst zu dem, was noch nicht so recht funktionieren mag. Banken und ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: TRADE FINANCE (17)

Blockchain schiebt Digitalisierung im Außenhandel an

Papierkram prägt Geschäft auch heute noch – Neue Systeme sollen alle Akteure digital einbinden – Commerzbank hofft auf sinkende Kosten

Die Papierflut angesichts der vielen Dokumente, die Import- und Exportgeschäfte begleiten, besteht seit Hunderten von Jahren. Neue Technologien wie die Blockchain können endlich Abhilfe schaffen. Die Digitalisierung schreitet dadurch auch im Außenhandelsgeschäft der Banken voran.

Von Karin Böhmert, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 5.9.2019

Die Digitalisierung des Bankgeschäfts ergreift immer mehr Bereiche, darunter auch die Außenhandelsfinanzierung. Im- und Exportgeschäfte sind extrem papierbasiert und damit zeit- und kostenintensiv. „99 % des Außenhandelsgeschäfts sind ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: EUROPÄISCHE UNION (15)

Auf der Brüsseler Prioritätenliste weit oben

Die nächste EU-Kommission sondiert Regulierung neuer Technologien im Finanzsektor – Zuständigkeit und konkrete Pläne noch offen

Die Digitalisierung dürfte eine der strategischen Prioritäten der neuen EU-Kommission werden. Dies gilt auch für die Finanzwirtschaft, wie interne Papiere zeigen. Ganz oben auf der Agenda stehen in dem Zusammenhang Maßnahmen für mehr Cybersecurity. Wie genau diese aussehen, hängt auch davon ab, wer neuer Finanz-Kommissar wird.

Von Andreas Heitker, Brüssel

Börsen-Zeitung, 3.9.2019

Zu den bestgehüteten Geheimnissen im Brüsseler Europaviertel gehören aktuell die Diskussionen, die in der dritten Etage des „Charlemagne“-Gebäudes geführt werden. Hier hat sich nämlich ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING -- SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: ROBO-ADVISORY (15)

Die Roboter verspäten sich

Online-Vermögensverwaltung kommt bisher kaum in Schwung – Wenig Mehrwert für Anleger

Die Prognose einer digitalen Revolution in der Vermögensverwaltung, ausgelöst durch das sogenannte Robo-Advisory, hat sich bisher nicht bewahrheitet. Europa hinkt den USA hinterher. Die Vorteile der Online-Anbieter sind überschaubar. Das Erfolgsrezept könnten teildigitale Modelle sein, die Platz lassen für eine Beratung durch einen Menschen.

Von Jan Schrader, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 30.8.2019

Bisherige Prognosen zu Online-Vermögensverwaltern liegen weit daneben. Sage und schreibe 2,2 Bill. bis 3,7. Bill. Dollar sollen bereits 2020 von Robo-Advisors gesteuert werden, ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: ASSEKURANZ (14)

„PSD2 ist eine Riesenchance für die Versicherer“

Capco-Partner Heiner Hoefer: Kleine, smarte Prozessverbesserungen statt technologischer Scheingenauigkeit

Von Thomas List, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 28.8.2019

Was wünscht sich der Kunde von seiner Versicherung? Die Kunden wünschen sich vor allem eine unkomplizierte Bearbeitung ihrer Anliegen, sei es zu Beginn der Kundenbeziehung bei der Antragsstellung oder – oft viel wichtiger – im Schadenfall. Hier spielen die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und die bessere Nutzung von Daten eine enorm wichtige und im Wettbewerb zukünftig entscheidende Rolle, erklärt Heiner Hoefer, Partner bei der Unternehmensberatung Capco und dort für den Bereich Versicherung zuständig, im Gespräch ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING -- SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: GASTBEITRAG (13)

GASTBEITRAG

Private Banking im Spannungsfeld von Digitalisierung und Kundenvertrauen

Börsen-Zeitung, 24.8.2019

„It’s the economy, stupid!“ – mit diesem Wahlkampf-Slogan gewann Bill Clinton 1992 die US-Präsidentschaftswahlen. Übertragen auf die Finanzwirtschaft, hat diese auf den ersten Blick simple, aber erfolgreiche Erkenntnis aus dem US-Wahlkampf ebenfalls Bestand. Nur muss es hier heute heißen: „It’s the digital economy, stupid!“ Ohne ein digital voll funktionsfähiges Geschäftsmodell überlebt keine Bank am Markt. Geschäftsbanken, Verbünde und – noch augenfälliger – Direktbanken befinden sich beinahe ausnahmslos mitten in der Umsetzung von ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: PRAXISBERICHT (12)

„Keine Magie, sondern Notwendigkeit“

Während sich Großkonzerne mit agilen Arbeitsweisen neu erfinden wollen, gehören sie in manch kleinem Institut längst zum Alltag

BZ – Konzerne setzen auf agiles Arbeiten, um schneller und innovativer zu werden. Der Autor des folgenden Beitrags, der anonym bleiben möchte, arbeitet seit vielen Jahren für ein kleines Institut mit dem neuen Ansatz. Für ihn ist eine Rückkehr zur herkömmlichen Wasserfallmethode undenkbar.

Börsen-Zeitung, 23.8.2019

„Wenn ich lese, dass Großkonzerne sich mit agilen Arbeitsmethoden ganz neu erfinden wollen, muss ich immer ein bisschen grinsen. In meinen Augen geht es beim agilen Arbeiten nicht darum, auf irgendeine magische Art kreativer und innovativer zu werden. Die neue ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: GASTBEITRAG (11)

GASTBEITRAG

Digitalisierung als Überlebensstrategie

Börsen-Zeitung, 22.8.2019

Teure Altsysteme und Infrastrukturen, die rund 20 % der Kosten verschlingen – die IT-Systeme klassischer Geschäftsbanken sind trotz aller Digitalisierungsbemühungen alles andere als effizient. Und während viele Institute noch diskutieren, ob der Regulator die Auslagerung von Systemtests in die Cloud genehmigt, betreiben Fintechs ihre Kernbankensysteme längst dort. Die Innovatoren der Finanzbranche verfügen über eine leistungsstarke und moderne IT – Microservices ersetzen monolithische Systeme, vollintegrierte agile Teams sind der Gegenentwurf zur ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING -- SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: CYBER INSURANCE (10)

Cyber-Risiken schüren an der Themse Hoffnung auf Wachstum

London will weltweit führendes Zentrum für Cyber Insurance werden – Das Geschäft der Versicherer ist hoch rentabel

Von Andreas Hippin, London

Börsen-Zeitung, 21.8.2019

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass von einer schwerwiegenden IT-Panne, Erpressungsversuchen durch Cyberkriminelle oder dem Diebstahl von persönlichen Daten in großem Umfang berichtet wird. Für Versicherer ist das im Grunde nichts Neues. Zumindest in den Vereinigten Staaten werden solche Risiken schon seit zwei Jahrzehnten versichert. Dennoch befindet sich das Geschäft damit nach Einschätzung von S&P Global Ratings weltweit noch in einem frühen Stadium. An der Versicherungsbörse Lloyd’s of London bieten der ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING -- SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: CONTROLLING (9)

„Ganz vorne ansetzen“

EY plädiert im Fall digitaler Neuerungen für eine enge und separate Kontrolle mit eigener Berichtslinie

EY diagnostiziert Defizite im Controlling digitaler Neuerungen. Vielfach herrsche eine „Strategie der Hoffnungen“, moniert die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft. Sie propagiert Kontrolle, die weitaus früher als klassisches Controlling ansetzt, zugleich aber deutlich toleranter mit Fehlschlägen umgeht.

Von Bernd Neubacher, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 20.8.2019

Die Verheißungen der Digitalisierung müssen für Finanzdienstleister verlockend klingen. Das Versprechen: Wer beizeiten in Neuerungen investiert, genießt schon bald einen Kosten- und Wettbewerbsvorteil, den ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: DIE PLÄNE DEUTSCHER BANKEN (8)

Künstliche Intelligenz hält im Kreditgewerbe Einzug

Umfrage: Die großen deutschen Institute wollen neue Technologie forcieren – Breites Einsatzfeld

Von Bernd Neubacher, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 17.8.2019

Deutsche Banken setzen künstliche Intelligenz (KI) querbeet im Bankbetrieb ein, wie eine Umfrage der Börsen-Zeitung zeigt. So berichtet Hans-Jürgen Plewan, Leiter IT bei der DekaBank, von „eher konventionellen Anwendungen wie Chatbots bis hin zu ganzen Geschäftsprozessen, die mittels KI und Machine Learning automatisiert wurden“. Die Commerzbank setzt KI eigenen Angaben zufolge bereits unter anderem in der Betrugsbekämpfung, bei der Auswertung von Kundendaten, etwa im digitalen Haushaltsbuch, sowie bei der Beantwortung ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: DIE PLÄNE DEUTSCHER BANKEN (8) - "STARKE" KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

„Noch Zukunftsmusik“

bn – Robotergestützte Automatisierung, maschinelle Datenanalysen, Chatbots – noch beschränken sich die Anwendungen künstlicher Intelligenz (KI) in Banken auf sogenannte schwache KI. Diese Weak Artificial Intelligence (AI) sucht im Zuge ihres Betriebs oder im Falle einer Interaktion nach ihr bekannten Merkmalen und reagiert darauf entsprechend ihrer Programmierung.

Bis zum Einsatz einer „starken KI“, welche menschliches Handeln nicht nur simuliert, sondern tatsächlich wie ein Gehirn funktioniert, werden nach einhelliger Einschätzung der deutschen Institute noch einige Jahre ins Land ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: KÜNSTLICHE INTELLIGENZ IM US-BANKENSEKTOR (7)

J.P. Morgan setzt auf Maschinen und Talente

Bankensektor erwartet bis 2030 Einsparungen von bis zu 450 Mrd. Dollar – US-Branchenprimus investiert in diesem Jahr 11 Mrd. Dollar

Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen sind für US-Banken mehr als Modebegriffe der IT. Drei von vier großen US-Instituten hat bereits eine KI-Strategie umgesetzt. Der US-Branchenprimus J.P. Morgan gehört dazu und kämpft um die Talente, von denen die Maschinen noch etwas lernen können.

Von Stefan Paravicini, New York

Börsen-Zeitung, 16.8.2019

Vor etwas mehr als zwei Wochen hat die US-Großbank J.P. Morgan Chase eine Kooperation mit der Softwarefirma Persado vorgestellt, die gestützt auf Künstliche Intelligenz verspricht, die Werbetexte aus der ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: PSD2 (6)

Richtlinie verändert Kunde-Bank-Beziehung erheblich

Verbraucher gewinnen Kontrolle über Konto zurück – Umfangreiches Mitwirken erforderlich – Leidiges Thema Schnittstelle

Samstag in vier Wochen müssen sich Kunden und Banken auf eine neue Welt im europäischen Zahlungsverkehr einstellen. Mit der Richtlinie PSD2, die dann in Kraft tritt, ändert sich vom Zugang zum Konto bis hin zur Nutzung von Kreditkarten im E-Commerce einiges. Doch gerade die Schnittstellen zum Kundenkonto werfen noch etliche Probleme auf.

Von Karin Böhmert, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 15.8.2019

Die Zeit wird knapp, denn am Samstag, 14. September, wird es ernst, wenn die überarbeitete europäische Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 (Payment Services Directive 2) ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: GESETZESRAHMEN (5)

Berlin reguliert die Blockchain

Strategie der Bundesregierung für Sommer angekündigt – Elektronisches Wertpapier soll kommen

Mit einer ganzen Reihe guter Vorsätze ist die schwarz-rote Koalition im Frühjahr 2018 gestartet, um für die Digitalisierung im Finanzsektor einen gesetzlichen Rahmen zu setzen. Den neuen Geschäftsmöglichkeiten steht die Regierung aufgeschlossen gegenüber, auch wenn in der öffentlichen Diskussion – etwa in der Bitcoin-Krise – stärker die Risiken diskutiert werden.

Von Angela Wefers, Berlin

Börsen-Zeitung, 13.8.2019

Im Koalitionsvertrag kündigten CDU/CSU und SPD im vergangenen Jahr an, eine Blockchain-Strategie zu entwickeln, um das Potenzial dieser Technologie zu ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: DBS (4)

Die Bank, die sich als Big Tech ausgibt

Das größte Finanzinstitut Singapurs hat sich mit rigoroser Digitalisierung weltweit einen Namen gemacht – Eigenes Ökosystem

Singapurs größte Bank DBS setzt auf rigorose Digitalisierung und stellt sich ins Zentrum eines eigenen Ökosystems, das sich nicht auf Finanzdienstleistungen beschränkt, sondern verschiedenste Lebensbereiche umfasst. Das Banking tritt dabei – zumindest symbolisch – in den Hintergrund.

Von Tobias Fischer, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 10.8.2019

Eine Bank, die sich als ein weltweiter Vorreiter in der digitalen Transformation des Finanzwesens gibt, als Partner für alle Lebenslagen verkauft und das Bankgeschäft fast beiläufig anbietet: Wie weit sich die singapurische DBS ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG (3)

Apo-Bank fischt mit B2B-Plattform Univiva in fremden Gewässern

Spezialisierung der Genossenschaftsbank auf Gesundheitsmarkt zahlt sich aus – Hehrer Anspruch: One-Stop-Shop für Heilberufe

Von Annette Becker, Düsseldorf

Börsen-Zeitung, 7.8.2019

Diversifikation und Digitalisierung sind für die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apo-Bank) inzwischen mehr als Schlagworte, über die regelmäßig in Vorstandssitzungen diskutiert wird. Denn seit 1. Juli ist die Apo-Bank mit der digitalen Plattform Univiva live. Anders als man bei einer Bank mutmaßen könnte, handelt es sich bei Univiva jedoch nicht um eine Plattform für Finanzdienstleistungen, sondern um einen im Aufbau befindlichen Marktplatz für den Gesundheitsmarkt. „Univiva ist als reine B2B-Plattform ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG - IM INTERVIEW: THOMAS SCHNARR, OLIVER WYMAN (2) - ZUR PERSON

Feinschmecker

bg – Thomas Schnarr ist es als Berater gewohnt, strukturiert und flott vorzugehen, Zeitdruck gehört zum Arbeitsalltag. Was der Partner der Unternehmensberatung Oliver Wyman aber bei einer Auszeit vom Job, einem sechswöchigen Intensivkurs an einer Kochschule in Paris, erlebte, das war noch mal eine ganz andere Nummer: Innerhalb von zweieinhalb Stunden musste jedes Gericht nachgekocht und die Küche aufgeräumt sein – da komme man leicht in Verzug, wenn man sich nicht richtig konzentriere, berichtete er vor einem Jahr über seine Erfahrungen dabei, ganz bewusst in eine andere Welt ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG - IM INTERVIEW: THOMAS SCHNARR, OLIVER WYMAN (2)

„Zahlungsverkehr erfährt die meisten Veränderungen“

Der Berater sagt, dass Banken erst sehr geringen Teil ihrer Digitalisierungsmöglichkeiten ausgeschöpft haben – Sektorspezifisches Vorgehen im Corporate Banking

Banken müssen feststellen, dass Investoren ihre Zukunftsinvestitionen nicht honorieren, sagt Thomas Schnarr von Oliver Wyman. Gleichzeitig müssten sie aber ambitionierter werden in ihren Zielsetzungen und zum Beispiel Kreditprozesse nicht nur um 10 %, sondern um 60 bis 70 % verbessern wollen.

Börsen-Zeitung, 3.8.2019

Herr Schnarr, bei der Digitalisierung des Finanzsektors denkt man immer zuerst an das Retail Banking. Wie stehen deutsche Institute heute da – sowohl für sich in ihrer eigenen Digitalisierung von Prozessen als auch kompetitiv gesehen zu ...


SCHÖNE NEUE WELT DES BANKING - SERIE ZUR DIGITALISIERUNG: EINLEITUNG (1)

Der Finanzsektor wird neu vermessen

Der digitale Umbruch wird zunehmend Realität – Banken sehen immer mehr Geschäftsbereiche bedroht – Neue Serie

Der Finanzsektor wird neu vermessen. Er zeigt sich in seiner Handlungsgeschwindigkeit dabei schnell und langsam zugleich. So gibt es auf der einen Seite außerhalb des Technologiesektors wohl kaum eine Branche, die sich derart früh etwa um den Einsatz künstlicher Intelligenz bemüht hat.

Von Bernd Neubacher, Frankfurt

Börsen-Zeitung, 30.7.2019

Automatisierung, die Technik verteilter Kassenbücher (Distributed Ledger), Online-Auslagerungen auf externe Server, maschinelles Lernen, das Konzept der Öffnung des Zugangs zu Kundendaten, vor allem aber gewaltig steigende ...


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